Behind the Screams: Was passiert eigentlich, bevor sich die Türen des Horror House öffnen?

Wenn sich die ersten Besucherinnen und Besucher auf den Weg durch unser Halloween House machen, die Nebelmaschinen laufen, Animatronics zum Leben erwachen, irgendwo ein Scare Actor auf seinen Einsatz wartet und an der Horror House Bar bereits der erste Punsch ausgeschenkt wird, sieht am Ende alles ganz selbstverständlich aus.

Ist es aber nicht. Ganz und gar nicht. 😉

Denn bevor wir auch nur einen einzigen Gast begrüßen können, liegen viele Tage voller Arbeit hinter uns.

Das Horror House befindet sich nämlich nicht das ganze Jahr über fertig aufgebaut bei uns. Große Teile verschwinden nach Halloween wieder in unserem Lager und müssen im nächsten Jahr hervorgeholt, transportiert, aufgebaut, verkabelt, programmiert, getestet, repariert und dekoriert werden.

Willkommen also zu einem kleinen Blick hinter die Kulissen.

Oder besser gesagt:

Willkommen bei „Behind the Screams“. 🎃


Alles beginnt im Lager

Bevor dekoriert werden kann, muss erst einmal geschleppt werden.

Und zwar ziemlich viel.

Dekoration, Wandelemente, Technik und sogar unsere komplette Horror House Bar verbringen den größten Teil des Jahres zerlegt in einem Lagerraum.

Zu Beginn der Aufbauphase heißt es deshalb: Transporter holen und einladen.

Kiste um Kiste, Element um Element wandert aus dem Lager zurück zu uns nach Hause. Erst wenn alles da ist, kann aus unserem normalen Zuhause langsam wieder das Horror House werden.


Aus rund 40 Elementen entsteht der Gruselgang

Eines der größten Aufbauprojekte ist jedes Jahr unser Gruselgang.

Er besteht aus rund 40 einzelnen Elementen, jeweils etwa 200 × 80 Zentimeter groß. In manchen dieser Elemente sind zusätzlich Bildschirme integriert.

Jedes Teil muss aus dem Lager geholt, transportiert und einzeln mit den anderen Elementen verbunden werden.

Erst dabei entsteht nach und nach der eigentliche Gang.

Und natürlich wäre es nicht das Horror House, wenn hinter jeder Ecke nur eine weitere Wand warten würde.

Die eine oder andere Überraschung gehört selbstverständlich dazu. 👻


Jetzt entscheidet sich, welchen Weg ihr später nehmen werdet

Sind die ersten Elemente aufgebaut, folgen weitere Wände.

Einige davon sind mit Tapeten bezogen, andere verfügen über integrierte Bildschirme. Gemeinsam bilden sie schließlich den Weg, den unsere Besucherinnen und Besucher an den Veranstaltungstagen durch das Horror House nehmen.

Damit treffen wir gleichzeitig eine weitere wichtige Entscheidung:

Wo entstehen unsere Deko-Booths?

Sobald die Positionen feststehen, übernimmt Sabine einen wesentlichen Teil der Gestaltung. Mit sehr viel Liebe zum Detail verwandelt sie die noch recht technischen Konstruktionen nach und nach in kleine Horrorwelten.

Aus Wänden, Kabeln und Konstruktion wird plötzlich Atmosphäre.

Und genau das ist einer jener Momente während des Aufbaus, an denen man langsam erkennt:

Das Horror House kommt zurück.


Kilometer? Vielleicht nicht. Kabel? Gefühlt schon. 😈

Wände aufstellen ist allerdings nur die halbe Arbeit.

Denn hinter sehr vielen Effekten steckt Technik.

POV-PCs, Monitore, Animatronics, Lichtschranken, Bewegungsmelder, Beleuchtung und zahlreiche weitere Komponenten benötigen Strom, Datenverbindungen und Steuerung.

Also werden Kabel verlegt, Netzteile angeschlossen, Elektronik verbunden und Komponenten getestet.

Ein Kabel am falschen Anschluss oder ein Gerät, das sich plötzlich nicht so verhält wie erwartet, kann während einer Veranstaltung schnell für zusätzliche Arbeit sorgen.

Deshalb versuchen wir, möglichst viel vorher zu testen.


Auch der Horror braucht Updates

Ein Halloween House im Jahr 2026 besteht längst nicht mehr nur aus Spinnweben, Grabsteinen und Skeletten.

Computer sind bei uns mittlerweile genauso Bestandteil des Horror House wie Nebelmaschinen oder Animatronics.

Für unsere Installationen werden Videos und Bilder vorbereitet, bearbeitet und geschnitten. Anschließend kommen die fertigen Inhalte auf die entsprechenden PCs.

Lizenzen müssen eingerichtet werden und natürlich gibt es fast jedes Jahr noch etwas, das kein Techniker besonders gerne unmittelbar vor einer Veranstaltung sieht:

Updates. 😅

Also werden auch die PCs überprüft und aktualisiert.

Denn spätestens beim ersten Veranstaltungsabend soll nicht Windows entscheiden, wann die nächste Pause eingelegt wird.


180 Kilogramm Süßigkeiten…

Ein Horror House ohne Süßigkeiten?

Unvorstellbar.

In diesem Jahr haben wir deshalb 180 Kilogramm Süßigkeiten in Wiener Neudorf abgeholt.

Und weil unser Lager während der Aufbauphase ohnehin schon ausreichend beschäftigt ist, entstand kurzfristig ein etwas anderes Problem:

Wohin damit?

Die Antwort: ins Wohnzimmer.

Dort befand sich also vorübergehend ein beeindruckender Süßigkeiten-Vorrat.

Als wäre das nicht genug Logistik gewesen, kamen noch zehn Trays Aperol Spritz dazu, die wir im 16. Bezirk abholten.


…werden zu 2.000 Sweets-Paketen 🍭

Mit der Abholung ist die Arbeit allerdings noch lange nicht erledigt.

Die Süßigkeiten bekommen wir dankenswerterweise als Spende für unser Projekt. Damit bei der Veranstaltung jedes Kind ungefähr dieselbe Menge erhält, werden daraus 2.000 einzelne Sweets-Packungen.

Und die packen sich leider nicht von alleine.

Also wird neben Aufbau, Technik, Organisation und Einkäufen auch noch sortiert und verpackt.

2.000 Mal.

Aber spätestens wenn die ersten Kinder ihre Packungen bekommen, wissen wir wieder, warum sich die Arbeit gelohnt hat.


Unser Friedhof erwacht

Während drinnen gebaut und verkabelt wird, gibt es draußen ebenfalls jede Menge zu tun.

Unser Friedhof bekommt seine Grabsteine zurück.

Einige davon benötigen allerdings zuerst etwas Aufmerksamkeit. Wind und Wetter setzen den Grabsteinen während der Veranstaltungen ordentlich zu, weshalb jedes Jahr einige repariert und saniert werden müssen.

Danach wird der Friedhof verkabelt und technisch ausgestattet.

Auch die Animatronics kommen jetzt wieder zum Einsatz.

Sie werden zusammengebaut, eingerichtet und getestet.

Dazu kommen:

  • Lichteffekte
  • Lichtschranken
  • Bewegungsmelder
  • Effektbeleuchtung
  • Steuerungen
  • und natürlich jede Menge Kabel.

Langsam verwandelt sich nun auch der Außenbereich.


Der Käfig kommt bewusst erst ganz zum Schluss

Ein ganz besonderes Element heben wir uns jedes Jahr möglichst lange auf:

unseren Käfig.

Der Grund dafür ist erstaunlich unspektakulär.

Sobald der Käfig steht, können wir unser Carport und unseren Hauseingang nicht mehr normal benutzen.

Deshalb wird er üblicherweise erst etwa eine Woche vor dem ersten Event aufgebaut.

Mit dem Käfig kommt gleichzeitig ein weiterer großer Technikblock:

Moving Heads, Nebelmaschinen, Strobes, UV-Leuchten und weitere Licht- und Eventtechnik werden installiert.

Und 2026 gab es erstmals noch eine zusätzliche Neuerung:

🎤 unser Cage Karaoke.

Damit kommt neben Horror, Musik und Licht noch eine weitere Portion Unterhaltung in den Käfig.


Und dann bauen wir mal eben eine Bar…

Wer unsere Horror House Bar während der Veranstaltung sieht, könnte glauben, dass sie dort einfach fix eingebaut ist.

Schön wär’s. 😉

Die Bar verbringt das Jahr nämlich ebenfalls zerlegt im Lager.

27 einzelne Elemente müssen transportiert und anschließend wieder zu einer vollständigen Bar zusammengesetzt werden.

Danach wird erst einmal gründlich geputzt.

Und dann beginnt der technische Aufbau.


Eine Bar ist mehr als eine Theke

Installiert werden unter anderem:

  • die Lichttechnik
  • unsere elektronische Getränkekarte
  • die Kassentechnik
  • Durchlaufkühler für Bier, Wein und Soda
  • Wasseranschluss
  • Durchlauferhitzer für Punsch und Kinderpunsch
  • Kühlschrank
  • Waschbecken
  • Gastrospüler.

Erst wenn alles angeschlossen und eingerichtet ist, wird eingeräumt.

Cola, Aperol Spritz, Jägermeister, Pfandbecher, Punschbecher, Chips, M&Ms und vieles mehr bekommen ihren Platz.

Danach folgt ein vollständiger Funktionstest.

Läuft alles?

Kühlt alles?

Funktioniert die Schanktechnik?

Arbeiten die Kassensysteme korrekt?

Erst dann ist die Horror House Bar offiziell bereit für den ersten Abend.


Rund 500 Liter Heißgetränke in einer Woche

Auch hinter unseren Getränken steckt einiges an Vorbereitung.

Alleine von unseren Heißgetränken schenken wir während einer Veranstaltungswoche rund 500 Liter aus.

Dafür benötigen wir unter anderem:

  • Orangensaft
  • Traubensaft
  • Rotwein
  • Eistee Zitrone
  • Rum.

Hinzu kommen unterschiedlichste Sirupe, Coke Zero, Bier, Chips, Papiertücher und viele weitere Dinge, die man für mehrere Veranstaltungstage benötigt.

Das alles muss bestellt oder eingekauft werden.

Und danach?

Natürlich wieder transportiert und irgendwo gelagert werden.

Der Aufbau eines Halloween House ist manchmal eben auch ein ziemlich intensives Logistikprojekt.


Der Abend vor dem ersten Schrei

Wenn wir glauben, dass endlich alles fertig ist, kommt einer der wichtigsten Termine:

der vollständige Testlauf.

Einen Abend vor Showbeginn wird das Horror House komplett hochgefahren.

Wir gehen den Ablauf durch und überprüfen unter anderem:

  • Schalten die Videos korrekt um?
  • Funktionieren die Animatronics?
  • Reagieren Lichtschranken und Bewegungsmelder richtig?
  • Passt die Beleuchtung?
  • Funktionieren Nebel und Effekte?
  • Stimmen die Abläufe?

Dabei findet man meistens noch die eine oder andere Kleinigkeit.

Und genau dafür ist dieser Abend da.


Veranstaltungstag: Die Arbeit beginnt lange vor den Gästen

Auch wenn das Horror House vollständig aufgebaut ist, beginnt an jedem Veranstaltungstag wieder ein eigener Vorbereitungsprozess.

Kinderpunsch und Punsch für Erwachsene werden vorbereitet und in 19-Liter-Fässer abgefüllt.

Diese werden anschließend an unsere Durchlauferhitzer angeschlossen, damit die Getränke während des Betriebs schnell ausgeschenkt werden können.

Auch der Wein kommt in ein 19-Liter-Fass und wird mit dem Durchlaufkühler verbunden.

Zusätzlich wird Frischwasser in Fässer abgefüllt und an das System angeschlossen. Über den Soda-Karbonator erzeugen wir daraus Soda für Jugendgetränke und Spritzwein.


Und ja: Auch beim Halloween House zählen Daten

Unsere SumUp-Kassensysteme werden vor Veranstaltungsbeginn mit der aktuellen Getränkekarte synchronisiert.

Während des Abends werden sämtliche Konsumationen boniert und im System erfasst.

Das ist für uns besonders wichtig.

Denn dadurch wissen wir nach einer Veranstaltung ziemlich genau, welche Mengen tatsächlich verbraucht wurden und was wir für den nächsten Veranstaltungstag vorbereiten müssen.

So wird aus Halloween plötzlich ein bisschen Warenwirtschaft. 🎃📊


Die letzten Minuten vor dem Start

Kurz vor Veranstaltungsbeginn steigt die Spannung.

Die Kids bereiten die Bar für den Ausschank vor.

Die Sweets-Station wird eingerichtet.

Die Spendenstation wird vorbereitet.

Und unsere Scare Actors beziehen ihre Positionen beziehungsweise betreten die Scare Box.

Die Technik läuft.

Der Nebel kommt.

Die Beleuchtung steht.

Und dann kommen die ersten Besucherinnen und Besucher.

Showtime.


Während ihr euch erschreckt, wird hinter den Kulissen weitergearbeitet

Auch während einer Veranstaltung läuft im Hintergrund ständig etwas.

Nebelmaschinen müssen kontrolliert werden.

Videos müssen laufen.

Animatronics sollen genau das tun, was sie sollen.

Die Deko-Booths werden regelmäßig überprüft.

Funktioniert etwas nicht, muss möglichst schnell repariert werden.

Und wenn ein Getränkefass leer ist?

Dann wird eben während des laufenden Betriebs getauscht.

Stillstand gibt es eigentlich nicht.


Selbst unser Wohnzimmer wird Teil der Show

Währenddessen sieht unser Haus auch innen nicht mehr ganz so aus wie normalerweise.

Im Wohnbereich werden Möbel verschoben und alles darauf ausgerichtet, dass unsere Videos in den großen Fenstern möglichst gut zur Geltung kommen.

Damit wird während der Veranstaltung auch ein Teil unseres Hauses selbst zur Kulisse.

Was für Besucherinnen und Besucher einige Stunden Halloween-Atmosphäre bedeutet, nimmt bei uns zeitweise also nahezu das gesamte Zuhause in Beschlag.


Und wenn die letzten Gäste gegangen sind?

Dann ist noch lange nicht Feierabend.

Die Systeme werden kontrolliert heruntergefahren.

Die Bar wird gereinigt.

Die Schanktechnik wird abgeschaltet.

Die Kassensysteme kommen zurück ins Haus.

Alles wird für den nächsten Veranstaltungstag vorbereitet.

Und dann kommt meistens einer unserer liebsten Momente des Tages.

Die Kids, die den ganzen Abend mitgearbeitet haben, holen sich etwas zu essen und wir sitzen noch gemeinsam im Haus zusammen.

Der Trubel ist vorbei.

Der Nebel verschwindet langsam.

Die Animatronics schweigen.

Zumindest bis zum nächsten Abend.


Behind the Screams ❤️🎃

Was während unserer Veranstaltungen vielleicht leicht und spielerisch aussieht, ist das Ergebnis eines enormen gemeinsamen Aufwands.

Wir transportieren, bauen, reparieren, dekorieren, programmieren, schneiden Videos, verlegen Kabel, richten Computer ein, kaufen ein, mischen Getränke, verpacken 2.000 Sweets-Pakete, bauen eine 27-teilige Bar zusammen und verwandeln unser Zuhause Stück für Stück in das Horror House.

Und natürlich braucht es Menschen.

Menschen hinter der Bar, bei der Sweets- und Spendenstation, bei der Technik und als Scare Actors.

Ohne die vielen helfenden Hände wäre das alles nicht möglich.

Mit diesem „Behind the Screams“ wollten wir euch deshalb einmal jene Seite des Horror House zeigen, die man als Besucherin oder Besucher normalerweise nicht zu sehen bekommt.

Denn bevor bei uns der erste Schrei zu hören ist, wurde schon ziemlich viel geschleppt, geschraubt, verkabelt, programmiert, dekoriert, getestet, geputzt, abgefüllt und wahrscheinlich auch ein bisschen geflucht. 😉

Aber irgendwann stehen wir vor dem fertigen Horror House, drücken auf START und wissen wieder ganz genau, warum wir das alles machen.

Für euch. Für die Kids. Für die gemeinsame Sache. Und für ein Halloween, das man nicht so schnell vergisst. 🎃❤️

See you at the Horror House!

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